Jetzt doch: The Soulmachine live bei der Langen Schwenninger Kulturnacht

Die Partyband, die Opfer eines neuen Sicherheitskonzepts zu werden drohte, tritt am 2. Juli im Rahmen der Langen Kulturnacht ab 21.30 Uhr im VAU in Schwenningen auf. Inhaberin Bibic, Kulturnacht-Managerin Jeske und Band-Frontmann Arnegger freuen sich über die Lösung. Eine Soulmachine-Pressemitteilung.

 

Am Ende sind alle zufrieden. Die im Kulturamt der Stadt Villingen-Schwenningen für die Organisation der Großveranstaltung zuständige Lisa Jeske freut sich: „Schön, dass es noch eine Lösung gibt für die Kulturnacht.“ Mit abschließendem Ausrufezeichen. Die umtriebige Inhaberin des Café-Bar-Restaurants VAU in der Friedrich-Ebert-Straße, Rajka Bibic freut sich auf eine große Kulturnacht-Party in ihren schönen Hallen. Und Band-Frontmann Peter Arnegger freut sich nach eigener Aussage „ein buntes Hütchen auf den Kopf“, weil es nun doch klappen werde „mit einem rauschenden Live-Konzert bei einem der feinsten Events der Region.“

Ein paar Tage zuvor war das noch ein Politikum: Als das Kulturamt der Stadt entschieden hatte, dass für die am 2. Juli anstehende, elfte Ausgabe der Langen Kulturnacht ein neues Sicherheitskonzept gelten werde, regte sich auf politischer Ebene in Schwenningen Protest. Denn eine der Folgen war, dass die Soulmachine nicht mehr würde auftreten können. Die Partyband aus dem Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg, war bis dahin gerne gesehener und auch gefeierter Gast am Stand des Rotary-Clubs Villingen-Schwenningen Mitte.

Die Funk- und Soul-Band rockte, wir haben berichtet, in der Kirchstraße von einem Truck herab viele hundert Festbesucher – und das konnte so nicht bleiben. Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier sprach sein Bedauern aus, musste aber den Truck an diesem Standplatz verbieten. Die Kirchstraße wird bekanntlich Rettungsgasse, Fahrzeuge des Roten Kreuzes, zum Beispiel, müssen im Notfall eilig durchkommen. Eine fröhlich feiernde und tanzende Menge vor dem Band-Truck verträgt sich damit nicht, machte Dobmeier allen verständlich. Rechtfertigen dafür musste er sich, mitten im Vorbereitungsstress für die Kulturnacht, dennoch mehrfach vor Stadträten, der lokalen Presse und der Band.

Die fröhlich feiernde und tanzende Menge sollte dennoch dieses Jahr bei der Kulturnacht irgendwo ihren Spaß mit der Soulmachine haben. Dobmeier bot der Band deshalb zwei mögliche Ausweichstandorte an. Beim einen aber, auf der Marktplatzbühne, hätte der Auftritt der Partyband aus den Spielzeiten anderer Gruppen und Vereine herausgekürzt werden müssen. Sich zulasten Dritter reindrängen, das wollten die zehn Funk- und Soul-Musiker nicht. Am anderen Standort, vor dem Schwenninger Rathaus, hätte die Band alles selbst organisieren müssen – Bühne, Anlage, Licht, Getränkeausschank und so weiter. Das hielten Arnegger und seine Leute nur zwei Wochen vor der Kulturnacht nicht für umsetzbar.

Und über allem schwebte das Bedauern, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Rotariern aufgeben zu müssen, wie Arnegger betont. Er kämpfte deshalb für den Erhalt des Konzertstandorts Kirchstraße. Am Ende aber wurde auch ihm klar: Sicherheit geht vor. Dobmeier und der zwischenzeitlich streitbare Bandleader versöhnten sich öffentlich, der Kulturamtsleiter versprach eine künftige Zusammenarbeit. Die Band nahm den 2. Juli aus ihrem Terminkalender.

Da hatte VAU-Inhaberin Rajka Bibic die rettende Idee, gemeinsam mit Soulmachine-Posaunist Matthias Werner machte sie das wasserdicht: Sie wird am 2. Juli, während der Langen Kulturnacht, selbst wieder zur Konzertveranstalterin. Tische und Stühle raus, Platz geschaffen fürs Publikum – The Soulmachine wird das VAU rocken.

Nun gibt es, erklärt Soulmachine-Sänger Arnegger, nur noch eine Unwägbarkeit. Nicht das Wetter, denn das VAU besitzt selbstverständlich ein Dach. Vielmehr könnte es zu einer Fußball-EM-Viertelfinalbegegnung mit deutscher Beteiligung kommen, die mitten in die Kulturnacht-Zeit fällt. Kulturamtschef Dobmeier hat bereits erklärt, dass dies zu einem spürbaren Rückgang der Festbesucher führen könne. Die Band wiederum hat angekündigt, ihre Spielzeiten anzupassen. So könne jeder am 2. Juli im VAU einen eventuellen Sieg der deutschen Mannschaft feiern oder eine Niederlage über den tanzbaren Soulmachine-Sound hinweg vergessen.

INFO: Beginn des Konzerts ist um 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung gehört zum Programm der Kulturnacht (Zugang zum Festgelände ist kostenpflichtig). Das VAU liegt in der Friedrich-Ebert-Straße 18. Infos unter www.restaurant-vau.de und www.thesoulmachine.de beziehungsweise www.facebook.com/TheSoulmachine